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Hoyo De San Luis 2026: Ein seidiges Plädoyer für die Geduld

  • Autorenbild: Tabakzeit
    Tabakzeit
  • 12. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

Ich sitze hier gerade mit der neuen Hoyo de Monterrey Hoyo De San Luis, die ja erst im Februar dieses Jahres erschienen ist. Optisch macht sie einiges her, aber technisch hat sie mich heute leider ein bisschen herausgefordert. Der Abbrand war alles andere als sauber, und ich musste wirklich mehrmals mit dem Feuerzeug korrigieren, um sie am Laufen zu halten und einen Schiefbrand zu vermeiden. Das trübt den rituellen Charakter zwar ein wenig, aber sobald die Zigarre dann richtig im Zug war, hat sie geschmacklich absolut geliefert.



Wie du schon bemerkt hast, stehen dieses unglaublich cremige Mundgefühl und eine sehr präsente, edle Ledernote im Vordergrund. Wenn man tiefer hineinschmeckt, kommen neben der Creme auch Nuancen von gerösteten Cashewkernen und eine ganz feine Zedernholznote zum Vorschein, die der Zigarre Struktur verleihen. Im Hintergrund schwingt eine dezente Süße mit, die fast an Karamell erinnert und wunderbar mit der Textur harmoniert. Es ist ein sehr eleganter Blend, der trotz seiner Jugend schon eine beachtliche Tiefe aufweist.



Die Entscheidung, sie mit einem Kaffee zu pairen, war für mich goldrichtig. Die Röstbitterkeit des Kaffees bildet einen hervorragenden Kontrast zu der dominanten Cremigkeit der San Luis und bringt die nussigen Aspekte der Zigarre noch deutlicher hervor. Es ist ein sehr stimmiges Zusammenspiel, bei dem sich beide Partner gegenseitig Raum lassen. Trotz der konstruktionsbedingten Schwierigkeiten ist der Blend an sich hervorragend gelungen. Am Ende bleibt ein toller Smoke!



 
 
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